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Dienstag, 10. Februar 2015

Podiumsdiskussion im Gorki Theater

Wir bedanken uns bei allen Gästen für eine sehr interessante Podiumsdiskussion. In den kommenden Tagen folgt eine Aufzeichnung, für alle die nicht da sein konnten.


Mit: Angelina Maccarone, Tatjana Turanskyj, Martin Hagemann, Dagmar Jacobsen, Carl Hegemann, Romuald Karmakar, Max Linz und Studenten der DFFB

Sonntag, 8. Februar 2015

* Wir laden ein: Berlinale-Podiumsdiskussion im Gorki Theater *



Sehr geehrte Damen und Herren,

die Studierenden der DFFB laden ein:
Berlinale-Podiumsdiskussion im Gorki-Theater 
Erzählen und Wirklichkeit 
Deutscher Film als Wellness-Zone oder als High Voltage Area?
Die DFFB Studenten diskutieren unter anderem mit folgenden Gästen:

Angelina Maccarone
Tatjana Turanskyj
Martin Hagemann
Dagmar Jacobsen
Carl Hegemann
Romuald Karmakar
Max Linz
und Studenten der DFFB 

Die aktuelle Lage an der DFFB (Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin) ist ernst. Die Filmakademie taumelt aufgrund der seit langem ungeklärten Frage um die Besetzung der Direktion im undefinierten Schwebezustand. In einem die akademische Mitbestimmung ausschliessenden und auf die wirtschaftliche Effizienz ausgerichteten Auswahlverfahren, initiiert vom Chef der Senatskanzlei, Björn Böhning, sind die Vorstellungsräume von Gestaltern und Entscheidungsträgern über eine innovative Filmausbildung immer weiter auseinander gedriftet.
Die Studierenden befinden sich im Kampf um die DFFB als Ort individuellen, filmkünstlerischen Schaffens. Genau jetzt entscheidet sich die Zukunft dieser Ausbildungsstätte und somit die Richtung der Zukunft des deutschen Films. 
Wie relevant kann die Filmkunst in der Gesellschaft heute sein? Wie viel demokratische Kultur will unsere Gesellschaft erhalten? Was soll und kann Kunst, und besonders die Filmkunst?

Trotz der Kurzfristigkeit unserer Einladung würden wir uns sehr freuen, Sie begrüßen zu können.
Mit herzlichen Grüßen,
die Studentenschaft der DFFB

Donnerstag, 5. Februar 2015

Unterstützer unserer Forderungen:

Die Podiumsdiskussion im Dezember wurde von zahlreichen Gästen zum Anlass genommen, sich als Unterstützer der dffb Studentenschaft in unserem Kampf für ein transparentes und demokratisches Direktorenwahlverfahren zu deklarieren:

Jutta Brückner
Detlev Buck
Chirs Kraus
Ulrich Gregor
Erika Gregor
Jan-Ole Gerster
Valeska Grisebach
Florian Koerner von Gustorf
Pia Marais
Gerd Conradt
Prof. Dr. Cäcilia Rentmeister
Franz Müller
Isabelle Stever
Patricia Hector
Eva Flügel
Stefan Vinedom
Sophie Lakow
Ralph Eue
Cinzia Bullo
Burkhard Kleinert
David Gaiser
Martin Rosefeldt
Igor Heitzmann
Lars Reinert
Susanne Röver
Doreen Ignaszewski
Vera Moebius
Andres Köfer
Claudia Lensson
Heidi Specogna
Jakob Hilpert
Eva-Maria Kurz
Peter Schmidt
Jürgen Seidler
Rafael Laß
Rauand Taleb
Nathalie Percillier
Christina Perincioli
Michael Amberg
Winfried Reichart
Margot Schmidt-Reichart
Tom Liska
Uta Schmidt
Matthias Dell
Ekkehard Knörer
Kordula Hildebrandt
Martin Theo Krüger
Stefan Ziegler
Paulette Penje
Anje Welz-Rommel
Monika Schmid
Viola Retzmann
Marc Philipps
Eugenia Leis
Kathrin Brunner
Henry Woller
Mona Bräuer
Juliane Friechrich
Laura Laabs

Mittwoch, 21. Januar 2015

Susan Sontag und wir


Bei der Eröffnungsveranstaltung zu "Susan Sontag Revisited" im Arsenal Kino am 20.1.15 haben Studenten vor der Projektion auf die aktuelle Situation an der dffb hingewiesen. Folgender Text wurde verlesen:
"Die Liebe, die vom Kino inspiriert wurde, war besonders. Sie wurde aus der Überzeugung geboren, dass das Kino eine Kunst war, anders als alle anderen: die Quintessenz des Modernen, offen für alle, poetisch und mysteriös, erotisch und moralisch- alles zugleich. Das Kino hatte Apostel. Kino war ein Kreuzzug. (Es war wie eine Religion.) Kino war beides, das Buch der Kunst und das Buch des Lebens."

So schrieb Susan Sontag. Ihre Worte sprechen vom Kino, doch nicht vom Kino der Gegenwart, nicht im Präsens, sondern im Präteritum. Das Kino war wie ein Kreuzzug, es hatte seine eigenen Apostel, Priester und Propheten.
Kino war eine Religion der Moderne, des Staunens, des Wunderns, mit dem bekanntlich nicht erst seit Aristoteles alles Verstehen beginnt.
Wenn Sie mir erlauben Susan Sontags Metapher weiter auszuführen, würde ich behaupten, dass einer der vielen "Tempel" dieser menschgemachten Religion die Deutsche Film- und Fernsehakademie in Berlin war.

Hier wirkten und wirken heute noch Menschen, für die Kino lebenswichtig war und immer sein wird: In dem Sinne, wie es eine Figur in Bertoluccis Film "Prima della rivoluzione" (1954) ausruft: "Man kann ohne Rossellini nicht leben" Und er meint es so. Auch wir meinen es so.

Wir fordern wieder eine Ausbildung, die Film als Kunst begreift. Als genau diese Notwendigkeit, durch die wir unser Menschsein hinterfragen und begreifen können.

Die Entscheidung für eine neue Direktion der dffb ist in der finalen Phase und unsere Forderungen werden vom Kuratorium blind übergangen. Den zuständigen Politikern geht es um Marktinteressen, um Finanzierungen, Gelder, Wirtschaftlichkeit, doch wir fordern Liebe zum Film, Film als Kunstform. Wir fordern Cinephilie, nostalgisch und teleologisch zugleich.

Ist das naiv? Ideologisch? Pathetisch?
Doch was ist Cinephilie wenn nicht naiv, ideologisch und pathetisch?
Wir fordern eine cinephile Ausbildung anstatt der Bedienung von Marktinteressen.
Wir fordern eine Direktion, die die dffb nicht zur Produktionsstätte von entmenschlichtem und trivialem Kino verkommen läßt.
Wir wollen eine Kunstakademie mit einer künstlerischen Leitung, festen, prägenden Dozenten und alternativen Seminarformen.
Wir fordern Offenheit.
Wir fordern Poesie und Mysterium.
Wir fordern Erotik und Moral.
Alles zugleich!

Wir fordern in einem Wort: Film
 

Um mit Rabbi Hillels Auspruch in den "Sprüchen der Väter" zu enden: (frei übertragen)
Wenn nicht wir, dann wer?
Und wenn nur wir, was sind wir?
Und wenn nicht jetzt, wann dann? 

Dienstag, 20. Januar 2015

"Maidan" von Sergei Loznitsa am Mittwoch im dffb-Kino!

49. dffb Filmabend geht  mit den "Wiederständen" weiter!

Diesen Mittwoch am 21.01 wird um 20:00 Uhr der Film "Maidan" von Sergei Loznitsa
in Anwesenheit des Regisseurs und Q&A im Anschluss gezeigt.

Majdan Nesaleschnosti, der zentrale Platz der ukrainischen Hauptstadt Kiew, wird kurz Maidan genannt. Die Abkürzung ist zum Symbol der Bürgerrevolution gegen das Wiktor Janukowytsch Regime geworden. Für die meisten westlichen Zuschauer war es eine televisionäre Revolution, die sich auf abendliche Beiträge in den Nachrichtensendungen beschränkte.

Sergei Loznitsas Film Maidan wurde bereits wenige Monate nach den entscheidenden Kiewer Ereignissen vollendet. Der Film folgt der Entwicklung der Revolution: Von friedlichen Kundgebungen von einer halben Million Menschen am Maidan bis zu den blutigen Straßenschlachten zwischen den Aufständischen und der Bereitschaftspolizei.

Seine langen, ruhigen, unkommentierten Einstellungen formieren sich nicht nur allmählich zu einem Narrativ, sondern zu etwas viel Größerem:
Loznitsa erhebt sich über die gegenwärtigen politischen Themen und blickt auf die wahre Natur des Aufstands als ein soziales, kulturelles und philosophisches Phänomen, als eine kraftvolle Mischung aus Begeisterung, heroischem Kampf, Terror, Zivilcourage, Hoffnung, Solidarität, Volkskultur, Passion und Selbstaufopferung.

Im Anschluss wird der Regisseur Sergei Loznitsa mit uns über seine Erfahrung und über die filmische Auseinandersetzung eines Aufstands reden.   

Hier geht es zum Trailer:
https://www.youtube.com/watch?v=JrZAnlIgZpg

Freitag, 26. Dezember 2014

"DFFB- Quo Vadis" - Podiumsdiskussion am 19.12.14 /// VIDEO

Am 19.12.2014 fand im Foyer der Akademie der Künste Berlin am Hanseatenweg die Podiumsdiskussion über die Zukunft der Deutschen Film- und Fernsehakademie (DFFB) statt.
Der Anlass war die aktuell anstehende Neuwahl der Direktion der DFFB.

Studentische Vertreter und geladene Podiumsgäste, prominente Film- und Kulturschaffende, wie Jutta Brückner, Chris Kraus, Detlev Buck, Peter Henning, Pia Marais und Florian Koerner von Gustorf haben dort über die fast fünfzigjährige Tradition des besonderen und erhaltenswerten künstlerischen Profils der DFFB, sowie über die Zukunft der Filmakademie im Zusammenhang mit der Neubesetzung der Direktion diskutiert.

Nur mit einer den konzeptionellen Anforderungen der DFFB entsprechenden und gemeinsam mit uns gewählten neuen Direktion, die durch ihre Kompetenzen das erhaltenswerte und zu stärkende Profil der DFFB als Akademie des europäischen Autorenkinos versteht und fördert, kann die Tradition der DFFB bestehen bleiben und sich durch Innovation im Sinne des modernen Kinos weiter entwickeln.

Gemeinsam mit unseren Fürsprechern aus der Film- und Kulturwelt setzen wir uns weiterhin entschlossen dafür ein, das Direktorenwahlverfahren durch Transparenz und offenen Dialog zwischen der Senatskanzlei, dem Kuratorium der DFFB und der Studentenschaft der DFFB zu einem guten gemeinsamen Ergebnis zu bringen.

Die Studentenschaft der DFFB kämpft für die Wiedererweckung und für den Erhalt des Profils ihrer Filmakademie.
Sie kämpf für Transparenz und gleichberechtigte Mitbestimmung beim Wahlverfahren zur neuen Direktion.
Es kann und wird keine stabile neue Direktion ohne Akzeptanz und Zustimmung der Studentenschaft geben.

Die aktuellen Ereignisse um unsere Filmakademie haben eine kulturpolitische Relevanz. Es geht um mehr als lediglich eine Personalie. Wir verteidigen demokratische Werte und den Geist der Mitbestimmung, die ein hohes Gut sind.

Wir planen weitere Aktionen und Podiumsdiskussionen und werden die Presse und alle Interessierten über diese rechtzeitig informieren.

Wir bedanken uns herzlich bei der Akademie der Künste Berlin und bei unseren Gästen und Unterstützern.

Die Studentenschaft der DFFB

Anliegend ein Zusammenschnitt der Podiumsdiskussion: http://vimeo.com/115411162

http://vimeo.com/115411162

QUO VADIS DFFB - Fotos von der Podiumsdiskussion



















































Dienstag, 16. Dezember 2014

*°*°* Wir laden ein *°*°*

UPDATE: Link zur Einladung der Berlinale-Podiumsdiskussion im Maxim Gorki Theater am 9. Februar 2015 http://dffbjetzt.blogspot.de/2015/02/wir-laden-ein-berlinale.html

Jeder kann kommen:

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir laden Sie herzlich ein zu einer Podiumsdiskussion der Studentenschaft der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin (dffb), u.a. mit Christian Petzold, Detlev Buck, Wolfgang Becker, Chris Kraus, Peter Henning und studentischen Vertretern am kommenden Freitag Abend in der Akademie der Künste, moderiert von Rüdiger Suchsland.
Die Entscheidung für das neue Direktorium der dffb ist in der finalen Phase und wird von großer Tragweite sein. Es geht um konkrete Konsequenzen für die Qualität der Lehre, wie auch der Filme. Die Studierenden stellen daher offensiv die Frage: Wo geht es hin mit der Zukunft der dffb und wer entscheidet über diese? Wo geht es hin mit dem Film in Deutschland?
In einem gemeinsamen Verfahren der Akademie und des Kuratoriums zur Wahl der neuen Direktion blieben am Ende zwei Kandidaten übrig. Die Bekanntmachung wird erst nach Weihnachten erfolgen und die Namen sind offiziell weiterhin nur dem Kuratorium und der Findungskommission bekannt. Trotz einer Absichtserklärung des Kuratoriums zu einem Konsens haben sich die Interessen leider erneut polarisiert.
Dabei liegen die Ziele der dffb klar auf der Hand: Innovative Ausbildung anstatt stumpfer Produktion, Herausforderung von Märkten anstatt sie blind zu bedienen, Mitbestimmung anstatt Zentralisierung. Die dffb ist seit jeher eine Kunstakademie, die das Potential ihrer Studenten freisetzen kann. So konnten Filme wie zuletzt „Das Merkwürdige Kätzchen“, „Anna Pavlova lebt in Berlin“, „Der Samurai“, „Oh Boy“ oder „Komm und Spiel“ enstehen. Die Stärken der dffb verlangen wieder eine künstlerische Leitung, feste, prägende Dozenten, alternative Seminarformen. Die dffb muss Ort konfrontativer Diskurse bleiben, ihre Besonderheit darf nicht aufs Spiel gesetzt werden!

Diskutieren Sie mit uns,
am Freitag, den 19.12.2014, 19 Uhr – Studiofoyer, Akademie der Künste, Hanseatenweg 10, 10557 Berlin. Eine Veranstaltung der Studentenschaft der dffb mit der Akademie der Künste 

Trotz des bevorstehenden Weihnachten und der Kurzfristigkeit unserer Einladung würden wir uns sehr freuen, Sie begrüßen zu können.
Mit herzlichen Grüßen,
die Studentenschaft der dffb